Ich werde oft gefragt: "Wann hörst du mal auf?" Die ehrliche Antwort ist: Ich weiß es nicht. Und vielleicht ist genau das die Antwort.
Jede meiner Gründungen hat mich etwas anderes gelehrt. Die erste hat mir gezeigt, dass eine gute Idee allein nicht reicht. Die zweite, dass das richtige Team wichtiger ist als der perfekte Businessplan. Die dritte, dass Timing fast alles ist. Und bei PACE Telematics, meiner bisher größten Station, habe ich gelernt, was es bedeutet, ein Unternehmen wirklich zu skalieren — europaweit, mit echten Partnern, echten Kunden und echten Problemen.
Wenn ich ehrlich bin: Der Moment, in dem ich am meisten aufblühe, ist der Beginn. Diese Phase, in der nichts existiert außer einer Idee und dem unbändigen Willen, sie wahr werden zu lassen. Das Whiteboard ist leer, alles ist möglich, und jede Entscheidung zählt. Es ist anstrengend und aufreibend — aber es ist auch das Lebendigste, was ich kenne.
Der Exit von PACE 2025 war ein echter Meilenstein. Nicht nur finanziell, sondern auch persönlich. Etwas aufgebaut, übergeben, losgelassen. Aber aufgehört? Nein. Ehrlich gesagt, hatte ich schon während der letzten PACE-Jahre eine neue Idee im Kopf, die mich nicht mehr losgelassen hat.
nopex ist das Ergebnis von allem, was ich bisher gelernt habe. Die Erkenntnis, dass großartige Softwareprodukte bisher immer an einer Voraussetzung hingen: Du brauchst Entwickler. Das wird sich ändern. KI macht das möglich — und ich möchte derjenige sein, der diese Veränderung mit vorantreibt.
Unternehmertum ist für mich keine Karriere. Es ist eine Haltung. Ich sehe Probleme und denke automatisch: "Wie kann man das lösen? Was fehlt hier?" Das ist keine Entscheidung, die ich jeden Morgen neu treffe — es ist einfach, wie ich denke. Nach 6 Gründungen hat sich daran nichts geändert. Eher im Gegenteil.